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Was fehlt oder ein Ausblick

Viele Bienen und Hummeln brummen mittlerweile durch den Garten. Es krabbelt und raschelt im Unterholz. Vögel zwitschern oder im Falle der Spatzen machen Radau. Der Garten lebt und trotzdem fehlt etwas. Bei den meisten Artikeln über Wildbienen werden Insektenhotels beschrieben und dieses fehlt hier komplett. Wir besitzen auch keines und doch ist es nicht das Element, das in unserem Garten fehlt. 75% aller Wildbienen nisten im Boden und der Rest findet in der Umgebung genug alte Schuppen und Scheunen - noch. Ein Insektenhotel werden wir bauen, aber als Projekt für unsere Kinder und nicht weil es wirklich notwendig wäre. Das Element, das in unserem Garten fehlt ist Wasser.
Nichts zieht das Leben so sehr in einen Garten wie Wasser. Ich wollte schon immer einen Teich, aber der geeignete Standort fehlte. Nur im Gemüsegarten wäre Platz gewesen. Der Versuch mit einem Mörtelkübel war ein Desaster. Es sah hässlich aus und die Spitzmäuse ertränkten sich darin. Erst als wir unseren riesigen maroden Schuppen abgerissen hatten und neu, aber kleiner, gebaut hatten, konnte das Trampolin der Kinder umziehen und ein großes Stück Wiese wurde frei. Enthusiastisch begannen unser Jüngster und ich zu graben. Ein Bagger kam nicht in Frage. Erstens würden wir keinen an diese Stelle bekommen, zweitens führen schwere Geräte zu Bodenverdichtung. Wo ein Bagger gefahren ist, wächst lange nichts richtig. Schon bald stießen wir auf einen großen Findling, der uns vor das erste Problem stellte. Er sollte nicht der einzige bleiben. Dann begann unser Loch im Boden sich mit Leben zu füllen. Unzählige Wildbienen und Hummeln begannen mit zu graben. So saßen wir dann fasziniert am Rand des Loches und beobachteten sie beim buddeln und gruben erst mal nicht weiter. Bauarbeiten am Haus verzögerten den Teichaushub weiter und so wurde erst das Jahr darauf der Teich ausgehoben. Nun haben wir eine große Grube im Garten, viele, viele sehr große Steine und warten auf den nächsten Sommer um ihn fertig zu stellen.
Obwohl der Teich eigentlich noch nicht fertig ist, aber dank unserem hohem Grundwasserspiegel immer mal wieder mehr oder weniger Wasser enthält, hatte diese Pfütze schon einen erstaunlichen Effekt. Die Zahl der Vögel ist explosionsartig gestiegen. Sie haben den Teich als Trink- und Badeplatz bereits angenommen. Durch den offenen Boden, hatten viele Wildbienen Zugang zum dringend benötigten Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen. Daher summte es mehr denn je im Garten. Schließlich fanden sich auch schon während der Bauarbeiten die ersten typischen Teichlebewesen ein. Ein Rückenschwimmer (Wasserbiene, aber es handelt sich nicht um eine Biene und stechen kann sie auch nicht) zog vorübergehend ein als der Wasserstand hoch war. Dann haben wir nun plötzlich jede Menge Libellen im Garten. Es scheint fast ein wenig, als ob sie immer vorbei schauen wie weit wir schon sind. Nun hoffen wir, dass wenn wir endlich einen richtigen Teich haben, auch alle anderen Teichbewohner sich einstellen. Letztendlich gibt es genug Wasser in der Umgebung. Bäche, Tümpel und Flüsse mit Altwasser sind reichlich vorhanden.

Die Bilder oben zeigen blaue Seerosen in Singapur, die Eder im Frühling, einen Teich in der Bretagne und Hippuris vulgaris (Tannenwedel).

Created on ... Dezember, 2018