galanthus nivalis helleborus foetidus winterling aphrodite hamamelis zaubernuss

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Vor einigen Jahren noch hätte ich die Frage, ob ich im Herbst die Beete aufräume, mit einem entschiedenen Nein beantwortet. Mittlerweile ist daraus ein Jein geworden und von Jahr zu Jahr "räume" ich mehr im Garten auf. Früher habe ich im Herbst alles stehen gelassen und erst mit dem Blühbeginn der Krokusse so langsam mit den Aufräumen angefangen. Eigentlich war der Garten bis zur Narzissenblüte ziemlich unansehnlich. Warum sich dies geändert hat? Natürlich nimmt mit zunehmenden Alter der Wunsch nach mehr Ordnung auch zu, aber in erster Linie sind die winterblühenden Pflanzen an meinem Wunsch nach ordentlichen Beeten Schuld. Mit der Ausbreitung von Helleborus, allen voran Helleborus foetidus, dem Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum), Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und Winterlingen (Eranthis hyemalis) war Aufräumen auch zu einem muss geworden. Dazu kommen drei im Winter blühende Zaubernüsse. Sie alle kommen sonst kaum zur Geltung, wenn sie halb unter Staudenresten verborgen sind. Dazu kommen noch die vielen immergrünen Sträucher, Bäume und Hecken, die mit zermatschten Pflanzenresten kein schönes Bild ergeben. Winterbilder mit Schnee und Raureif verlangen ebenfalls aufgeräumte Beete in denen sich nur Stauden mit stabilen Samenständen befinden. Daher bevorzuge ich Stauden, die attraktive Winterbilder ergeben. Dazu gehören neben den meisten Gräsern Agastache, Stachys monierii, Rudbeckia, Echinacea, Astern, Eisenkraut, Hortensien u.a.. Für Prachtstauden wie Phlox und Rittersporn gilt dies nicht. Hier muss dann im Herbst die Schere ran.
So entferne ich mittlerweile alles was sich mit dem ersten Frost in Matsch verwandelt schon im Herbst. Benötigen die Pflanzen einen Winterschutz, so bekommen sie eine Schicht Laub, das mit Fichtenreisig vor den Amseln geschützt wird. Auch wird im Herbst viel Häckselgut auf den Beeten ausgebracht. Dieses schützt zusätzlich und bietet den Insekten Rückzugsmöglichkeiten. Ab Anfang Februar beginnt aber erst das eigentliche Aufräumen. Dann werden alle Stauden bodennah zurückgeschnitten. Dies muss noch vor dem Austrieb erfolgen, da man sonst nicht tief genug schneiden kann und Reste der Stängel vom letzten Jahr können beim Unkrautjäten böse Verletzungen ergeben. Laub, welches nicht verrottet ist, wird in die hinteren Teile der Beete gekehrt oder auf den Kompost gebracht. Als letztes werden dann die Gräser geschnitten. Nun können Narzissen und Tulpen ihren Auftritt beginnen.

Created on ... August, 2017