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Ein Garten für alle jahreszeiten

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Ob nun bewusst oder unbewusst, jeder Gärtner hat eine gewisse Gartenphilosophie. Naturnah, modern, pflegeleicht oder Hauptsache ordentlich - es gibt viele Ansätze einen Garten zu gestalten. Mein Ziel war ein Garten, der 12 Monate im Jahr attraktiv ist. Natürlich kann in unseren Breitengraden kein Garten mit üppig blühender Pflanzenpracht zu jeder Zeit aufwarten, aber wir reduzieren Pflanzen zu oft auf ihre Blüten. Ihre Blätter, Samenstände, Früchte, Äste, Herbstfärbung und Silhouette betrachten wir bei der Auswahl einer Pflanze eher wenig. Auch bedenken wir nicht ihren Wandel im Lauf der Jahreszeiten. Schon der Austrieb einer Pflanze aus der Erde oder die Entwicklung eines Blattes aus der Knospe kann ein faszinierendes Spektakel sein. Manches Blatt kann mit seiner Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstfärbung jeder Blume die Show stehlen. Blattfarben wurden daher genauso in die Gestaltung meines Gartens miteinbezogen wie die Blütenfarben. Sie haben einen längeren Bestand als die kurzlebigen Blüten und sorgen für kontinuierliche Spannung im Gartenbild. Der Winter ist der Bestandteil des Gartenjahres, dem oft bei der Gartenplanung wenig Beachtung geschenkt wird, da man bei Frost und Schnee wenig Zeit im Garten verbringt. Bei der Auswahl der Pflanzen wurde diese kalte Jahreszeit mit einbezogen. Etliche Pflanzen sehen auch bei Frost und Schnee noch gut aus. Ihre Samenstände verwandeln sich mit Frostkristallen in Kunstwerke, ihre Form gibt dem Garten Struktur auch wenn er unter einer Schneedecke liegt, ihre Beeren oder Zweige bringen etwas Farbe in das eintönige braun und grün des Winters und manche blühen sogar.

Von April bis September gilt auch in meinem Garten das Motto von Karl Förster "Es wird durchgeblüht". Dann schwelgt er im Blüten- und Farbenrausch. Dabei ist der Einsatz von Gehölzen und Stauden mit roten, gelben und silbrigen Laub ein wichtiges Merkmal meiner Gartengestaltung, ist doch die Blütenzeit vieler Pflanzen oft nur ein bis zwei Wochen lang. Wege, Plätze, Rosenbögen, Töpfe, Laternen und Sitzgelegenheiten sollten nicht nur funktional sein sondern auch einen Blickfang im Winter darstellen. Natürlich kleidet sich mein Garten im Winter hauptsächlich in braun und grün, aber bei genauer Betrachtung gibt es eine Vielfalt von anderen Farben zu entdecken. Vom dunkelrot der Purpurglöckchen (Heuchera), über die Gelbtöne der Gräser bis zum Silber der Salbeisträucher reicht die Farbpalette. Die Traubenheiden (Leucothoe) färben sich auffällig rot, die Hartriegelsträucher (Cornus) zeigen ihre gelbgrünen, roten und orangefarbene Äste, die Nieswurz (Helleborus foetidus) blüht limonengrün, einige Immergrüne sind gelb oder weiß-grün panaschiert. Raureif verwandelt all dies dann in eine Märchenlandschaft. Stauden werden daher vermehrt nach ihrer Winterpräsenz ausgesucht, d.h. eine stabile winterliche Silhouette der Samenstände oder immergrünes Laub werden bevorzugt. Letztendlich ist es nicht mein Ziel einen immer blühenden Garten zu schaffen sondern die Jahreszeiten zu zelebrieren, d.h. Farbenrausch im Frühling, üppige Blumenpracht im Sommer, leuchtende Goldtöne im Herbst und eine Bühne für Schnee und Raureif im Winter.

Die Bilder oben sind Ausschnitte aus dem weißen Garten zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Es blühen im Frühjahr die Tulpen (hier 'White Triumphator'), gefolgt von Rosen, weißer Vexiernelke und Königskerzen, dann übernehmen Hortensien und Phlox die Bühne bis nur noch die Hortensien, Buchsbäume und Gräser mit Raureif überzogen das Aussehen dieses Gartenteils bestimmen.

Created on ... August, 2017