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Als wir das Haus 2005 kauften, wechselten sich Schotterwege und -flächen mit von Unkraut durchsetztem Rasen ab. Bis auf das Buchsbaumrondell (Mittelpunkt des heutigen Rosengartens) und ein paar Bäumen gab es keine Bepflanzung. Mit der Anlage des Weges änderte sich dies. Nur der Platz vor dem Haus blieb lange fast unverändert. Das gut 200 qm große Gelände bestand zum größten Teil aus grobem Basaltschotter. Hierfür mussten wir erst eine bezahlbare Lösung finden. Nur vor der großen Hainbuchenhecke, die das Grundstück in zwei Hälften teilt und im Herbst 2005 von mir gepflanzt wurde, hatte ich eine Rabatte angelegt, da dort noch Wiese war. Direkt vor dem Haus war kein Schotter sondern ein Stück Unkrautwiese. Sonst wuchs dort nur noch die Rose 'Lichtkönigin Lucia', eine 2 m hohe Strauchrose. Grabungen zeigten, dass dort die Humusschicht kaum 10 cm betrug und sich darunter Schotter befand. Ursprünglich sollten dort Rosen und Buchsbaumkugeln wachsen, aber dazu hätte der Schotter abgetragen und eine Humusschicht aufgebracht werden müssen. Das Buch von Beth Chatto über ihren Kiesgarten zeigte mir eine andere Lösung des Problems - ein Kiesgarten. Die Rasenschicht und das Unkraut wurden im Sommer 2011 entfernt und im Herbst wurde dann neu gepflanzt. Das Beet mit der Rose 'Lichtkönigin Lucia' ist nun mit einer Metallkante vom Kiesbeet abgetrennt. Davor verläuft ein schmaler Weg mit flachen bunten Kieseln, die auf einer Unkrautsperre liegen. Jede Pflanze bekam Kompost zum besseren Start. Zum Schluss kam eine mehrere Zentimeter dicke Schicht Kieselsteine (Rheinkiesel 8-16 mm) auf die Erde.

Die Pflanzung war so erfolgreich und entwickelte sich so gut, dass der Rest des Geländes in 2012 in einen Kiesgarten verwandelt wurde. Allerdings ist nur im Kiesbeet die komplette Beetfläche mit Kies gemulcht. Die Beete vor den Hecken sind kiesfrei, da hier der Heckenschnitt sonst problematisch wäre. Der Kiesgarten wird auf der einen Seite von einer großen Buchenhecke begrenzt und auf der anderen Seite von einer Eibenhecke. Ein sehr alter riesiger Süßkirschenbaum schirmt ihn von der dritten Seite zum Nachbargrundstück hin ab. Insgesamt besteht der Kiesgarten aus drei großen Beetflächen und fünf kleineren.

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Während im Sommer etliche Beetbereiche im Schatten und Halbschatten liegen, sind im Winter alle Flächen im Kiesgarten gnadenlos der Wintersonne ausgesetzt. Damit kamen, obwohl wir hier eigentlich sehr milde Winter haben, viele Pflanzen aus Beth Chattos Kiesgarten nicht in Frage. Dies gilt u.a. für die Palisadenwolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii), die in anderen Gartenbereichen durchaus stattliche Ausmaße annimmt. Stattdessen wächst hier die Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) und prägt den Kiesgarten den ganzen Frühling. Im Gegensatz zu den anderen Gartenteilen gibt es für den Kiesgarten eigentlich kein Farbkonzept. Da aber alle hier gepflanzten Stauden und Kleinsträucher mit sehr speziellen Standortbedingungen zurecht kommen müssen, ergab sich durch die eingeschränkte Auswahl doch eine Art Farbschema. Der Boden ist mager, steinig und die Humusschicht dünn. Mit Ausnahme eines schmalen Streifens entlang der Eibenhecke und unter dem Kirschbaum gibt es keinen Schatten. Daher wurden sehr viele silberlaubige Pflanzen, die mit solchen Bedingungen gut klar kommen, gesetzt. Da diese meistens lila, gelb und weiß blühen, ergab sich dann doch ein Farbthema. Letztendlich gibt es aber nur keine rotblühenden Blumen. Alle anderen Blütenfarben sind vertreten. Die Silberpflanzen und die Gräser verbinden die unterschiedlichen Farbnuancen harmonisch. Im Frühling bestimmen die Farben grün und silber in allen ihren Schattierung das Aussehen des Kiesgartens. Der Austrieb der Stauden und Kleinsträucher wie Salbei (Salvia officinalis 'Berggarten', 'Purpurea' und Icaterina"), Bartblume (Caryopteris x clandonensis 'Summer and Ice') und Spiersträucher (Spiraea japonica 'Golden Princess') addieren gelb und orange.

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Bild 1: Spiraea japonica 'Golden Princess' mit Zypressenwolfsmilch; im Hintergrund Cytisus scoparius 'Apricot Gem' mit Goldwolfsmilch
Bild 2 : Iris sibirica 'Elfe'; im Hintergrund Allium giganteum und Lupinen
Bild 3: Iris sibirica 'Elfe'
Bild 4: Caryopteris x clandonensis 'Summer and Ice' und 'Summer Sorbet' mit hohem Eisenkraut
Bild 5: Spiraea japonica 'Golden Princess' mit Sedum-Hybride 'Matrona u.a.

Created on ... August, 2017