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Wildbienen und Hummeln im Frühling

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Nachdem im Februar der Winter dann doch kam und hartnäckig blieb, schien der Garten auch noch kurz vor Ostern ziemlich leblos. Nur die Vögel schienen ihn zu bevölkern und die Honigbienen waren mit der ersten Krokusblüte aufgetaucht. Mit höheren Temperaturen erschien die erste Hummelkönigin der dunklen Erdhummel. Die dicken Brummer mit dem weißen Popo und der gelben Binde bevorzugen dabei die stinkende Nieswurz. Als nächstes sichtete ich eine große blaue Holzbiene an der Schneeheide. Diese ist ausgesprochen beliebt bei allen Wildbienen und Hummeln. Um so wärmer es wurde um so mehr Wildbienen-Arten tauchten auf. Die rostrote Mauerbiene, die gehörnte Mauerbiene, die gemeine Pelzbiene, die gemeine Trauerbiene, die vierbindige Furchenbiene und die zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene konnte ich dabei identifizieren. Wildbienen sind nicht so einfach eindeutig zu bestimmen. Eigentlich muss man sie fangen und untersuchen. Am besten mit einem Mikroskop. Ich ziehe es vor sie zu fotografieren. Dummerweise erwische ich sie dabei nur selten scharf genug und in der richtigen Ansicht um eine eindeutige Identifikation vornehmen zu können. Daher stellen die hier vorgestellten Arten nur eine Auswahl der im Frühjahr in meinem Garten zu beobachtenden Wildbienen dar.

Die gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) sind beide ziemlich häufig, da sie anspruchslos in Bezug auf ihre Nistplätze und Futterquellen sind. Sie beziehen auch Insektenhotels. Im Flug kann man sie gut unterscheiden, da sie unterschiedlich groß sind. Die gehörnte Mauerbiene ist deutlich größer. Auf den Fotos habe ich allerdings so meine Probleme. Aus der Nähe sehen sie sich ziemlich ähnlich. Beide Arten gehörten zu den ersten Wildbienen, die im Garten im März erschienen.

Mauerbiene Mauerbiene Mauerbiene

Die gemeine Pelzbiene (Anthophora plumipes) ähnelt ein wenig einer kleinen Hummel oder auch durch ihren langen Saugrüssel an das Taubenschwänzchen. Sie saust von Blüte zu Blüte und ist nur schwer mit der Kamera einzufangen. Keine Wildbiene hat es so eilig wie sie. Sie baut ihre Nester in Lehmwände.

Pelzbiene Pelzbiene Pelzbiene

Mit der Gemeinen Pelzbiene kommt auch ihr Parasit in den Garten die Gemeine Trauerbiene (Melecta albifrons). Diese Kuckuckusbiene ist mit ihren seitlich abstehenden weißen Büscheln am ansonsten schwarzen Hinterlaib ziemlich auffällig.

Trauerbiene Trauerbiene Trauerbiene

Eine weniger häufige Bienenart ist die Vierbindige Furchbiene (Halictus quadricinctus). Sie steht als gefährdet auf der roten Liste, da sie das ganze Jahr fliegt und einfach nicht mehr genügend Futterangebot findet. Daher hat sie sich wohl auch zu uns verirrt.

vierbindige Furchbiene Halictus quadricinctus vierbindige Furchbiene Halictus quadricinctus vierbindige Furchbiene Halictus quadricinctus

Nicht so selten ist die Graue Sandbiene (Andrena cineraria). Sie wird allerdings nicht unbedingt als Biene wahrgenommen, da sie schwarz-weiß ist. Sie baut ihre Nester im Boden. Sie ist zwar nicht im Bestand gefährdet, aber wie alle Wildbienen hat sie Probleme geeignete Nistmöglichkeiten zu finden. Wie fast alle Wildbienen kann auch sie nichts mit Insektenhotels anfangen. Hier ruht sich ein Exemplar auf einem Rhododendronblatt aus. Nahrung hat sie sich aber an der Schneeheide geholt.

graue Sandbiene

Eine wirklich häufige Art ist die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor), da sie sehr anspruchslos ist. Sie ist ziemlich klein und kann leicht übersehen werden.

andrena bicolor sandbiene>

Hummeln gibt es im Frühjahr natürlich auch jede Menge. Die dunkle Erdhummel ist bei uns die häufigste Art. Diese dicken Hummelköniginnen sind ein Wunder der Natur und brauchen sehr viel Nahrung um überhaupt zu fliegen. Mit den üblichen Frühjahrsblühern können sie aber nicht viel anfangen. Nieswurz, Schneeheide, Lungenkraut, Kornelkirsche z.B. bieten ihnen Nektar und Pollen. Eine Narzisse probieren sie mal aus, aber finden tun sie hier nichts. Sie kann man das ganze Jahr bis zum Herbst antreffen, dann sitzen die neuen Königinnen bevorzugt auf den Rauhblattastern.

Erdhummel an Narzisse erdhummel erdhummel

Zu den kleineren Hummelarten zählt die Baumhummel. Sie lebt oberirdisch und baut auch schon mal in Vogelnistkästen ihr Nest.

Baumhummel baumhummel baumhummel

Die zweifarbige Schnecken-Mauerbiene (Osmia bicolor) ist auch schon im Frühjahr aktiv. Sie baut ihre Nester in verlassene Schneckenhäuser. Hübsch ist auch die Goldbiene (Andrena fulva). Sie ist im Frühjahr ganz rot. Auch sie kann mit Insektenhotels wenig anfangen.

Goldbiene Osmia bicolor Schneckenhaus mauerbiene

Die Auflistung ist nicht komplett und wird noch ergänzt. Leider sind nicht alle Wildbienen und Hummeln so kooperativ wie die graue Sandbiene, die sich schon mal auf einem Blatt sonnt und wenig von mir und der Kamera stören lässt.

Created on ... April, 2018