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Jedes Jahr Anfang Januar findet die Vogelzählung des Bund Naturschutz statt. Da es mich interessiert hat, ob wir wirklich mehr Vögel in unserem Garten haben als in anderen Gärten, habe ich in 2017 das erste Mal Vögel gezählt. Letztendlich ergab die letztjährige und auch diesjährige Zählung, dass wir tatsächlich überdurchschnittlich viele Vögel in unserem Garten haben. Das lässt sich auch einfach begründen. Zum einen ist der Garten relativ groß, dann haben wir mehrere Futterstellen im Garten und letztendlich lieben die Vögel die vielen Hecken, Sträucher und großen Bäume. Sie finden hier Beeren, Würmer, Insekten und vor allem Möglichkeiten sich zu verstecken.

So leben Vögel zwar das ganze Jahr im Garten, aber nur im Winter sind sie so richtig präsent. Nun verschwinden sie nicht mehr im dichten Dickicht der Bäume und Sträucher, sondern kommen an die verschiedenen Futterstellen. Die Spatzenkolonie aus ca. 30 Haussperlingen bevorzugt dabei wie Buch- und Grünfinken das Vogelhaus im Garten. Buch- und Grünfinken mögen keine Vogelhäuser und suchen auf dem Boden nach Nahrung. Daher streue ich einen Teil des Futters auf den Boden unter dem Futterhaus. Die Amseln und Meisen sind da weniger wählerisch. Frau und Herr Amsel wuseln zwischen Stauden und Sträuchern auf der Suche nach Würmern herum, aber kommen auch an und in die Futterhäuser. Die meisten Meisen dagegen sind ausgesprochen unerschrockene Gesellen. Sie fliegen bevorzugt das Vogelhaus auf dem Balkon an und lassen sich nicht von uns stören. Wir können daher Blau-, Kohl-, Sumpf- und Tannenmeise wunderbar aus ca. einem Meter Entfernung beobachten.

Kohlmeisen Tannenmeise Blaumeise
Kohlmeise, Tannenmeise, Blaumeise, an den Futtertassen

Dann gibt es noch die nicht ganz so regelmäßig erscheinenden Wintergäste. Herr Buntspecht schaut immer mal wieder am Vogelhaus auf dem Balkon vorbei, während Frau Buntspecht nur auf dem Kirschbaum herum klettert und in den alten knorrigen mit Moos bewachsenen Ästen nach Nahrung sucht. Die Grünspechte sieht man ebenfalls immer wieder im Kirschbaum, aber an die Futterplätze kommen sie nicht. Türkentauben tauchen auch immer mal wieder auf dem Balkon auf. Sie passen nicht in die Vogelhäuser und müssen sich mit dem auf dem Boden liegendem Futter begnügen. Von daher steht nun auch auf dem Balkon immer einer Schale mit Futter auf dem Boden. Auch das Rotkehlchen erscheint nur unregelmäßig und ist sehr scheu. Hatten wir anfänglich noch Besuch vom Kleiber, so scheint er nun wo anders sein Futter zu finden. Schade, ich finde ihn besonders hübsch. Der Kernbeißer kommt ebenfalls nur sehr selten in den Garten. Er dürfte eigentlich in den Buchenwäldern der Umgebung genug Nahrung finden. Daher habe ich ihn bisher auch nur als Schnee lag im Garten gesichtet. Auch der Distelfink ließ sich nur kurz blicken, erntete die Rudbeckia-Samen ab und ward seitdem nicht mehr gesehen. Mit den Wacholderdrosseln verhielt es sich ähnlich. Sie fielen über die Hagebutten von 'Bobbie James' her und verschwanden. Nur an dem Wochenende als viel Schnee fiel, waren sie dann nochmal am Vogelhaus im Garten.

Sperber auf dem Vogelhaus

Die vielen kleinen Vögel ziehen immer wieder einen Sperber in den Garten. Zum Glück für die Federbällchen kommt dieser hübsche Raubvogel aber nicht jeden Tag. Allerdings kann ich ihn immer mal wieder beim Jagen vom Wohnzimmerfenster aus beobachten, was ein faszinierendes Naturschauspiel ist. Der Sperber löst unter den kleinen Vögeln absolute Panik aus und fliegt elegant zwischen Meisen, Spatzen und Finken seiner Beute nach. Diese ist allerdings nicht so einfach zu fangen. Sie flüchtet in die dichten Buchenhecken in die der Sperber nicht folgen kann. Meistens sehe ich die beiden in der Gegend lebenden Sperber im Landschaftsschutzgebiet auf den hohen Weiden. Einmal liess sich ein Sperbermännchen auf dem Vogelhaus nieder und liess sich fotografieren. Meisen, Finken und Spatzen sind nach dem Besuch des Sperbers aber alle wieder nach ca. einer Viertelstunde an den Futterstellen zurück.

So bietet uns der Garten die Möglichkeit die Natur zu beobachten. Ob es nun der Sperber beim Jagen ist oder das Sozialverhalten der einzelnen Vogelarten. Während Meisen, Finken und Spatzen sich ihr Futter redlich teilen, gilt dies nicht für die Amseln. Manche Vögel tolerieren andere Vogelarten aber keine Artgenossen. Manche sind Einzelgänger, andere leben in großen Verbänden. Natürlich kommen letztendlich nur wenige Arten an die Futterstellen, allerdings zieht der Garten mit seinen Bäumen und Sträuchern auch einige Vögel an, die Futterstellen meiden wie die Grünspechte.

Created on ... Januar, 2018