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Tomaten - Teil 2 Sorten

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Tomaten sind lecker und gesund, aber für Tomaten aus dem Supermarkt gilt dies nicht unbedingt. Als lecker kann man die meisten nicht unbedingt bezeichnen und gesund? Auch da dürften die in der Sonne gereiften und mit normaler Erde statt Nährlösung gereiften Tomaten mehr zu bieten haben. Daher lohnt es sich auf jeden Fall Tomaten selbst anzubauen. Da es sich bei den meisten in Gartencenter angebotenen Tomatenpflanzen auch um optimierte Sorten handelt, ist auch hier der Geschmack nicht optimal, aber immer noch besser als das was der Supermarkt bietet. Letztendlich muss man für ein richtiges Geschmackserlebnis die Tomaten selbst aus Samen ziehen. Nichts ist übrigens einfacher zu ziehen als Tomaten. Die Auswahl an Sorten ist dann auch riesig. Größe, Form und Farbe variieren beachtlich. Ich meide meistens die roten Sorten und bevorzuge braun und orange. Eine Ausnahme stellt die San Marzano Tomate da. Diese länglichen, tropfenförmigen Tomaten schmecken zwar roh nicht besonders, aber dafür um so besser gekocht oder als Pizza-Auflage.

Cocktailtomate Sungold orange

Christopher Lloyd bezeichnete die Cocktailtomate 'Sungold' in einem seiner Bücher als die beste Tomate von allen und meine Familie und Freunde würden dies wohl durchaus unterschreiben. Sie ist süß und aromatisch wie kaum eine andere Tomate. Dazu sieht sie natürlich auch noch sehr hübsch aus. Das satte orange macht sich auf jedem Teller gut. 'Sungold' beginnt früh zu tragen und produziert bis zum Frost Tomatenrispen. Allerdings muss man konsequent ernten, da die Früchte, wenn sie etwas zu reif sind, platzen und schimmeln. Ein weitere Nachteil ist, dass es sich um eine F1-Sorte handelt, d.h. man muss die Samen immer wieder kaufen und kann sie nicht selbst produzieren.

Tomate Ananas

Diesen Nachteil besitzt die Fleischtomate 'Ananas' nicht. Es handelt sich um eine sogenannte alte Sorte. Hier kann man die Samen selbst gewinnen. 'Ananas' hat die kuriosesten und größten Blüten von allen Tomaten (siehe Bild oben). Sie trägt nicht sehr viele Früchte, aber diese sind dafür richtig groß. Eine Tomate kann da schon mal die Größe einer kleiner Melone annehmen. Die Frucht ist erst gelb, dann orange und wenn man noch etwas wartet dann rot. Essbar ist sie sobald sie orange ist, aber auch rot ist sie keineswegs überreif. Sie besitzt ein wunderbares Aroma und ist absolut empfehlenswert.

Tigerella Tomate gestreift rot

Die hübsche gold-rot gestreifte 'Tigerella' ist in erster Linie optisch eine Bereicherung des Tomatensortiments. Vom Geschmack überzeugt sie nicht unbedingt, schmeckt aber immer noch besser als jede Supermarkttomate. Außerdem trägt sie reich und ihre Früchte besitzen einen unschätzbaren Vorteil. Gerade rote Tomaten (Ausnahme Cocktailtomaten) sind anfällig für die Blütenendfäule. Diese Tomatenkrankheit wird angeblich durch Mangel (Wasser und Kalzium) erzeugt, tritt aber in erster Linie bei roten und braunen Tomaten auf. 'Tigerella' scheint diese Anfälligkeit nicht zu besitzen. Die Blütenendfäule scheint auch genetische Ursachen zu haben, dabei spielen Größe und Farbe wohl eine Rolle.

Indigo Cherry Rose schwarze Tomate

Die meisten so genannten schwarzen Tomaten sind eigentlich braun und nicht schwarz. 'Indigo Cherry Rose' ist zumindestens zur Hälfte fast schwarz. Die andere Hälfte ist rot und das Innere besitzt ein sehr dunkles rot. Diese Tomate ist ein Hingucker, aber überzeugt geschmacklich nicht wirklich. Im Herbst, als die Temperaturen dann deutlich unter 15°C lagen, wurden die Früchte komplett schwarz. Gemischt mit andersfarbigen Tomaten sieht dies dann fantastisch aus. 'Indigo Cherry Rose' ist größer als eine Cocktailtomate, aber kleiner als normale Tomaten. Eine Anfälligkeit für die Blütenendfäule besitzt sie nicht.

San marzano Tomaten

Die länglichen 'San Marzano' Tomaten, z.B. 'Roma Nano' sind unkompliziert zu ziehen, reich tragend, leider etwas anfällig für Blütenendfäule und optimal geeignet zum kochen. Sie entwickeln erst bei Hitze ihren vollen Geschmack. Außerdem besitzen sie nur wenige Samen und mehr Fruchtfleisch als andere Tomatensorten, daher sind sie nicht wässrig. Es sind die am besten geeigneten Tomaten für Pizza und Sugo, aber nicht empfehlenswert für Insalata Caprese. Man kann sie auch sehr gut einmachen oder Ketchup aus ihnen herstellen.

Tomate Green Envy

Grüne, unreife Tomaten gelten als ungeniessbar. Es gibt allerdings Sorten, die nicht rot werden, sondern grün bleiben und im reifen Zustand eine leichte Gelbfärbung annehmen. Dazu gehört die alte Sorte 'Green Zebra' und die neuere Züchtung 'Green Envy'. Beide sind zu empfehlen und überzeugen geschmacklich. 'Green Zebra' ist eine normale Tomate mit grün-gelben Streifen und grünem Fruchtfleisch. 'Green Envy' ist eine tropfenförmige Tomate, etwas größer als eine Cocktailtomate und komplett gelbgrün. Beide sehen vor allem mit anderen Farben sehr hübsch aus oder mit dunklem Basilikum.

Tomate Black Opal

Die Cocktailtomate 'Black Opal' ist nicht schwarz wie der Name suggeriert, sondern dunkelbraun. Im Geschmack überzeugt sie absolut. Allerdings ist 'Sungold' noch ein klein wenig süßer. Sie trägt gut, aber auch hier schlägt 'Sungold' sie. Trotzdem lohnt sich der Anbau, vor allem wenn man beide Sorten anbaut und sie dann auf Spiessen mit Mozzarella-Kugeln mischt.

Ochsenherz tomate rot

Die Ochsenherz-Tomate 'Cuore di Bue' gibt es mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt. Leider werden sie grün geerntet und schmecken daher nach herzlich wenig. Baut man sie selbst an und lässt sie an der Pflanze ausreifen, dann wird man kaum glauben, dass die Tomate aus dem Supermarkt und die selbstgezogene Ochsenherz-Tomate auch nur verwandt sein sollen. 'Cuore di Bue' ist eine Fleischtomate und ausgesprochen lecker im Insalta Caprese.

Tomate Rosella

Die Cocktailtomate 'Rosella' ist eine weitere hübsche Bereicherung für das Buffet. Ihr Farbton sticht dabei heraus. Sie ist dunkelrosa. Der Ertrag ist allerdings nicht besonders und sie platzt leicht auf und schimmelt. Hier muss man sorgfältig auf rechtzeitige Ernte achten. Vom Geschmack kann sie mit 'Sungold' nicht mithalten. Die Empfindlichkeit ist einer der Gründe warum die meisten der hier vorgestellten Tomaten nicht im Supermarkt erhältlich sind. Supermarkt-Tomaten müssen gut transportierbar und lagerbar sein. Geschmack ist eher nebensächlich.

tomatensorten

Eine der aromatischsten Tomatensorten überhaupt ist 'Russian Cossack'. Sie ist die reinste Aromabombe, aber ihre Schale ist sehr, sehr hart und damit gewöhnungsbedürftig. Die dunkle Tomate mit den grünen Streifen ist etwas größer als eine Cocktailtomate. Als Naschtomate empfehlenswert, aber eher ungeeignet im Salat wegen der harten Schale.

Ildi Tomate

Die Kirschtomate 'Ildi' trägt bis zu 80 Früchte an einer Rispe. Diese sind zwar relativ klein, aber keine Tomate kann ihr damit an Ertrag das Wasser reichen. Sie schmeckt auch gut und ist dekorativ. Die leicht birnenförmigen, gelben Früchte erscheinen bis zum Herbst. Im Gegensatz zu anderen gelben Tomaten kann ich sie empfehlen. Alle anderen gelben Tomaten fand ich eher enttäuschend.

black russian tomate

Eine der besten Tomatensorten ist 'Noir de Crimée', die schwarze Krimtomate. Leider ist der richtige Samen eher schwer zu bekommen. Diese Tomate ist auch eigentlich braun mit grünem Kragen und nicht schwarz, wie der Name suggeriert. 'Black Russian', die ähnlich aussieht, ist leider nicht so aromatisch und auch sehr anfällig für Blütenendfäule. Die Samen sind problemlos zu bekommen. Diese nicht allzu groß werdende Fleischtomate ist aber farblich ein hübscher Kontrast zu gelben und roten Tomatensorten.

Created on ... Januar, 2018