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Die Pflanzen

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Als ich als Kind zu gärtnern anfing, kam es mir nur darauf an, dass es blühte. Weder die Blüte selbst noch ihre Farbe und schon gar nicht das gesamte Aussehen der Pflanze waren mir wichtig. Bunt sollte es sein und ununterbrochen blühen. Viele meiner damaligen Pflanzen wie Margerite und Ringelblume sind heute noch in meinem Garten zu finden. Mit dem Erwerb der ersten Gartenbücher begann sich meine Einstellung zur Wahl der Pflanzen zu ändern. Entscheidend für meinen heutigen Farb- und Gartengestaltungsstil waren dabei drei Bücher: "Sissinghurst" von Tony Lord, "Ein Garten für´s Leben" von Manfred Lucenz und Klaus Bender und "Farbe im Garten" von Christopher Lloyd. In meinem alten Garten in Bayern begann ich mit Blumenfarben und farbigem Laub zu experimentieren. Das große Beet vor der Terrasse wurde in zwei Teile geteilt. Links wurde rosa, lila und weiß gepflanzt und rechts rot, orange und gelb. Zudem kombinierte ich wild alle Farben mit silbrigem und purpurfarbenem Laub. Ein Besuch des Staudensichtungsgartens in Weihenstephan gab außerdem weitere wichtige Impulse.
Dabei machte ich mehrere Beobachtungen. Einfarbige Beete versanken sehr schnell in Monotonie. Sie benötigen Kontraste entweder durch eine zweite Blütenfarbe oder starke Strukturen. Zu bunt dagegen wirkt unruhig. Zu viele kleine Blüten und vor allem zu viele verschiedene Pflanzen ergibt ebenfalls ein unruhiges Bild. In beiden Fällen weiß das Auge nicht worauf es fokussieren soll. Des Weiteren erkannte ich den Wert buntlaubiger Gehölze und Stauden. Wenn wenig oder gar nichts blüht, so übernehmen sie die Rolle der Blumen, schaffen Kontraste und geben so allem eine Struktur.
Mittlerweile treten bei meiner Gestaltung die Blüten immer mehr zurück. Entscheidender für die Wahl einer Pflanze ist mittlerweile ihr gesamtes Aussehen und nicht ihre Blüte sondern ihr Blatt und ihr Habitus. So sieht das Kiesbeet auch ohne Blüten wunderschön aus, da die silberlaubigen Pflanzen und die beiden Bartblumen in gelb und weiß-panaschiert für genügend Kontraste sorgen. So blüht auf allen Bildern oben eher wenig, aber langweilig sieht es trotzdem nicht aus.
Jeder Gartenbereich hat daher sein eigenes Farbthema, welches durch farbige Stauden und Gehölze unterstützt wird. Im Sonnenuntergangsgarten sind dies Heucheras, Fächerahorne, Blutbuchen, die Blasenspiere 'Diabolo' und der Perückenstrauch 'Royal Purple'. Im Kiesgarten und Kiesbeet unterstreichen verschiedene Bartblumen, Salbeisträucher, der Perückenstrauch "Golden Spirit" und verschiedene Gräser das Farbthema. Im weißen Garten sorgen Hostas, Zierrhabarber, Bux und die silbrige Königskerze 'Snow Maiden' für Kontraste. Im Rosengarten bringt der Buchsbaum Ordnung in die Pflanzenvielfalt und einige wenige buntlaubige Stauden und Sträucher sorgen für kontinuierliche Spannung im Gartenbild.

Created on ... August, 2017